DEUTSCHES ARCHIV
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PETER HÜBNER • PREIS DER FREIHEIT – DAS PROGRAMMIERTE VIERTE REICH
Die antidemokratische politische Praxis in Deutschland
Teil 2   •   DIE DEUTSCHE KULTURSTIFTUNG
Eine freie Jugendorganisation attackiert die „freie soziale“ Marktwirtschaft
in der Bundesrepublik Deutschland mit der Menschenwürde


Nach die­ser kon­zer­tier­ten Ak­tion al­ler DEUT­SCHEN WIRT­SCHAFTS­VER­BÄN­DE sa­hen die 500 größ­ten Un­ter­neh­men der deut­schen Wirt­schaft auch kei­ne Mög­lich­keit mehr, die in un­se­rem Mo­ti­va­ti­ons­te­lex ge­stell­ten Fra­gen – nach der Funk­tion und Stel­lung ih­res Un­ter­neh­mens in der mensch­li­chen Ge­sell­schaft oder nach der Be­deu­tung des Men­schen in ih­rem Un­ter­neh­men oder nach ih­rer Ein­stel­lung ge­gen­über der Ju­gend oder nach ei­nem Er­be ih­res Un­ter­neh­mens, das sich für die jun­ge Ge­ne­ra­tion fort­zu­füh­ren lohnt – im In­te­res­se der Be­leg­schaft men­schen­wür­dig zu be­ant­wor­ten: muß­ten die dor­ti­gen Füh­rungs­kräf­te doch gleich mit ih­rer Ent­las­sung rech­nen; denn im Ver­ständ­nis ih­rer SPIT­ZEN­VER­BÄN­DE han­del­ten sie ja dann ge­set­zes­wid­rig und ge­gen ih­re ei­ge­nen of­fi­zi­el­len Fir­men­grund­sät­ze.

Von sol­cher an­ti­de­mo­kra­ti­scher, un­so­zia­ler Erb­schaft ma­te­ri­a­lis­ti­schen Pro­fit­den­kens le­gen die viel­fäl­ti­gen Um­welt­ka­ta­stro­phen mitt­ler­wei­le ein be­red­tes Zeug­nis ab.

Im Un­ter­schied zu den un­frei­en, an­ge­stell­ten In­du­strie­ma­na­gern und den Po­li­ti­kern hat­ten sich je­ne noch frei­en Un­ter­neh­mer ih­ren Sinn für die an­ge­spro­che­ne Pro­ble­ma­tik und für die na­tür­li­che Men­schen­wür­de er­hal­ten.
Ihr täg­li­cher Kampf mit den ge­nau­so wie sie selbst ge­winn­ori­en­tier­ten Ge­werk­schaf­ten führ­te ih­nen den Fa­ta­lis­mus ei­nes so voll­stän­dig ma­te­ri­a­lis­tisch aus­ge­rich­te­ten Wirt­schafts­le­bens dras­tisch vor Au­gen: denn die­ser Kampf zwang sie, wie schi­zo­phre­ner­wei­se, zwi­schen ih­ren ei­ge­nen Vor­tei­len und den­je­ni­gen ih­rer Ar­beit­neh­mer zu un­ter­schei­den – wo doch je­der ein­fach den­ken­de Mensch weiß, daß ein gut­ge­hen­des Un­ter­neh­men ein gu­tes Po­ten­ti­al für al­le dar­stellt, für Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer glei­cher­ma­ßen, und ein schlecht­ge­hen­des Un­ter­neh­men al­len die ma­te­riel­le Ba­sis ih­res Le­bens ent­zieht.

Die­se Er­fah­run­gen hat­ten sie in vie­len Brie­fen und Ge­sprä­chen ge­gen­über der WYMS zum Aus­druck ge­bracht und ihr In­te­res­se an ei­ner Mit­wir­kung bei dem be­schrie­be­nen bür­ger­li­chen De­mo­kra­ti­sie­rungs­pro­zeß be­kun­det.

Und den­noch wa­ren ih­nen nach je­nem kla­ren kon­zer­tier­ten „Nein“ der SPIT­ZEN­VER­BÄN­DE DER DEUT­SCHEN WIRT­SCHAFT die Hän­de ge­bun­den – dies war uns völ­lig un­ver­ständ­lich.

„Ja, sind denn die 500 größ­ten Un­ter­neh­men der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gar nicht frei?“ frag­ten wir uns er­staunt.
„Gibt es denn bei die­sen Un­ter­neh­men viel­leicht gar kein frei­es Un­ter­neh­mer­tum?“

„Und was kann den SPIT­ZEN­VER­BÄN­DEN DER DEUT­SCHEN WIRT­SCHAFT da­ran ge­le­gen sein, ei­ne bür­ger­li­che De­mo­kra­ti­sie­rung des frei­en Un­ter­neh­mer­tums in der BUN­DES­RE­PU­BLIK zu sa­bo­tie­ren?“

Auf die­se Fra­gen soll­ten wir erst sehr viel spä­ter ei­ne Ant­wort er­hal­ten.

In ih­ren Brie­fen hat­ten sich vie­le Un­ter­neh­mer ge­gen­über der WYMS für ei­ne ver­stärk­te Ver­wirk­li­chung der Grund­rech­te des Men­schen, für ei­ne ver­mehr­te Be­ach­tung der na­tür­li­chen Men­schen­wür­de und für ei­ne För­de­rung der de­mo­kra­ti­schen Ge­sin­nung ei­nes frei­en Un­ter­neh­mer­tums aus­ge­spro­chen.

So­mit hat­ten in­ner­halb der Grup­pe der 500 Groß­un­ter­neh­men der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nur die wirk­lich noch ver­blie­be­nen FREI­EN UN­TER­NEH­MER ih­ren Sinn für die prak­ti­sche Ver­wirk­li­chung ei­nes de­mo­kra­ti­schen Le­bens er­hal­ten, da sie in ih­rem ei­ge­nen Wir­kungs­be­reich im­mer wie­der auf die viel­fäl­ti­gen kon­kre­ten un­ter­neh­me­ri­schen Man­gel­er­schei­nun­gen ei­ner zu ge­rin­gen staats­bür­ger­li­chen Leis­tungs­ent­wick­lung stie­ßen: Gren­zen, die sie mit ma­te­ri­a­lis­ti­schen Über­le­gun­gen und Ma­ni­pu­la­tio­nen nicht über­win­den konn­ten, wie zum Bei­spiel je­ne schi­zo­phre­ne Aus­ein­an­der­setz­ung mit den Ge­werk­schaf­ten zwecks theo­re­ti­scher Ver­bes­se­rung der Ein­kom­mens­ver­hält­nis­se – was dann prak­tisch aber auf die in­ne­re Zer­stö­rung der Ge­samt­heit des Un­ter­neh­mens hi­naus­lief.

Jen­seits der an­ti­de­mo­kra­ti­schen Ma­ni­pu­la­tio­nen der SPIT­ZEN­VER­BÄN­DE DER DEUT­SCHEN WIRT­SCHAFT und auch al­ler an­de­ren Ge­sell­schafts­trä­ger aus PO­LI­TIK, ME­DIEN, WIS­SEN­SCHAFT, JU­STIZ und VER­WAL­TUNG fan­den wir hier bei den noch frei­en Un­ter­neh­mern das größ­te per­sön­li­che und or­ga­ni­sa­to­ri­sche Ver­ständ­nis für „De­mo­kra­tie“, für die Ver­wirk­li­chung der Grund­rech­te des Men­schen und in Hin­blick auf die na­tür­li­che Men­schen­wür­de: für die un­ter­neh­me­ri­sche Leis­tungs­ent­wick­lung des ein­zel­nen Bür­gers auf al­len Ebe­nen sei­nes Le­bens.

Und wir nah­men uns des­halb vor, spä­ter vor­ran­gig auf die­se ur­de­mo­kra­ti­sche Zunft des FREI­EN UN­TER­NEH­MER­TUMS zu bau­en und mit ih­nen zu­sam­men auf ei­nen all­ge­mei­nen De­mo­kra­ti­sie­rungs­pro­zeß al­ler Bür­ger hin­zu­ar­bei­ten.
Und so ge­stal­te­ten wir dann auch die Ak­ti­vi­tät der DEUT­SCHEN KUL­TUR­STIF­TUNG.






Mit freundlicher Genehmigung des HESSISCHEN LANBOTEN
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